Das Projekt

Warum Freizeit so wichtig ist

Freizeit trägt im Sinne von „frei gestaltbarer Zeit“ in besonderem Maße zur Zufriedenheit und Ausgeglichenheit in unserem Arbeitsalltag bei.

Während wir im Beruf an Pflichten und Auflagen gebunden sind, können wir in unserer Freizeit das tun, was wir wirklich möchten. Wir können Freizeit als Erholung, Selbstentfaltung und Persönlichkeitsentwicklung, für kulturelle oder sportliche Aktivitäten oder zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nutzen. Was wir mit unserer freien Zeit machen bleibt uns überlassen, denn die Auswahlmöglichkeiten sind vielfältig. Aber gilt das wirklich für uns alle?

Freizeit für Menschen mit geistiger Behinderung

Auch wenn in den letzten Jahren die Zahl inklusiver Angebote im Bremer Raum gestiegen ist, fehlt es weiterhin an umfangreichen Auswahlmöglichkeiten für erwachsene Menschen mit geistiger Behinderung. Freizeit bedeutet für die Zielgruppe auch heute noch: Kompromisse eingehen, Wünsche und Vorstellungen zurückstellen und „das nehmen, was man bekommen kann.“

Auf der Strecke bleibt am Ende häufig das, was Freizeit eigentlich bewirken soll: Erholung, Selbstentfaltung, Aktivität, Selbstbestimmung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Das Projekt Inklusive Freizeit Bremen

Aus diesem Grund setzt sich das Projekt „Inklusive Freizeit Bremen“ für mehr Vielfalt und mehr Miteinander von erwachsenen Menschen mit und ohne geistiger Behinderung ein. Im Bereich Freizeit geht es vor allem um Spaß und Gemeinschaftssinn: Ein guter, ungezwungener Kontext um Inklusion voranzubringen.

Das Projekt fördert die Weiterentwicklung der Angebotslandschaft um Menschen mit Behinderung ebenso wie Menschen ohne Behinderung die Chance zu geben, in ihrer Freizeit ihre Stärken und Talente und damit auch ihre Persönlichkeit zu entfalten.

Kurse und regelmäßige Veranstaltungen sollen für Menschen mit und ohne Behinderungen frei zugänglich sein und einen neuen Weg ebnen, der mehr Vielfalt im Freizeitbereich zulässt.

Die Grundpfeiler des Projektes

Partizipation

Ein Projekt FÜR Menschen mit geistiger Behinderung? Nein, ein Projekt MIT ihnen! Teilhabe im Projekt ist uns ein wichtiges Anliegen. Die Zielgruppe soll in alle Prozesse einbezogen werden. Denn sie sind Experten in eigener Sache und sollen mitreden und mitgestalten.

Netzwerkarbeit

Um mehr Angebote für die Zielgruppe schaffen zu können, bedarf es gemeinsamer Planungen und Überlegungen zwischen Behindertenhilfeträgern und Freizeitanbietern. So können Problematiken im Vorfeld festgestellt und bearbeitet, Umsetzungsideen ausgetauscht und Erfahrungen weiter gegeben werden.

Beratung und Vermittlung

Die Beratungsstelle des Projektes bietet der Zielgruppe eine Freizeitberatung an. Mit der Person wird gemeinsam herausgefunden, wo ihre Interessen liegen, welche Fähigkeiten und Ressourcen sie mitbringen und welche Angebote trotz eventuell vorhandener Einschränkungen für sie passend sind. Mit den Ergebnissen des Beratungsgesprächs wird anschließend nach einem passenden Angebot gesucht. Dazu gehören auch Begleittermine zu Anfang, um einen guten Start gewährleisten zu können.

Öffentlichkeitsarbeit / Akquise

Das Projekt bietet eine Internetseite, die es ermöglicht, nach Angeboten zu suchen und sie zu filtern. Weiterhin ist Öffentlichkeitsarbeit wichtig für die Bekanntmachung und Verbreitung des Projektes. So kann das Interesse von Freizeitanbietern, Behindertenhilfeträgern und der Zielgruppe geweckt werden.

 

Die Projektmitarbeiter

Julia Mandos

Begann durch ein Freiwilliges Soziales Jahr ihren Weg im Fachbereich Wohnen der Lebenshilfe Bremen e.V. Während ihres Studiums der Sozialen Arbeit blieb sie als Aushilfe in der Lebenshilfe tätig. Nach ihrem Studium koordinierte sie im Zuge ihres Berufsanerkennungsjahres zur staatlich anerkannten Sozialpädagogin das Projekt „Helfen macht Spaß“ der Lebenshilfe Bremen e.V. Seit Juli 2017 ist sie nun Koordinatorin für das Projekt „Inklusive Freizeit Bremen“ und arbeitet zusätzlich in der Wohnberatung der Lebenshilfe Bremen e.V. mit.

Daniel Hörmann

Begann 2009 als FSJler und arbeitete anschließend neben seinem Studium der Gesundheitswissenschaften als Aushilfe im Fachbereich Wohnen der Lebenshilfe Bremen e.V. Nach seinem Studium arbeitete er als Fachkraft in der Betreuung weiter und übernahm zusätzlich Aufgaben in der Geschäftsstelle der Lebenshilfe Bremen e.V. Seit Oktober 2017 ist er als Koordinator für das Projekt „Inklusive Freizeit Bremen“ eingestellt.

 

Ein Projekt der Lebenshilfe Bremen e.V.

Die Lebenshilfe Bremen wurde im Jahre 1960 als Elternverein gegründet. Menschen mit Behinderung, deren Angehörige, Freiwillige und Fachleute engagieren sich in der Lebenshilfe Bremen für ein gutes gemeinsames Leben von Menschen mit und ohne Behinderung. Der Verein setzt sich dafür ein, dass jeder Mensch mit geistiger Beeinträchtigung so selbstständig wie möglich leben kann und die Unterstützung erhält, die dazu nötig ist.

 

Aktion Mensch gefördert

Gefördert wird das Projekt „Inklusive Freizeit Bremen – Mehr Vielfalt. Mehr Miteinander.“ durch die Aktion Mensch, die sich bundesweit für die Verbesserung der Lebensbedingungen und für mehr Teilhabe und Inklusion von Menschen mit Behinderung stark macht.